Java Programmieren Lernen – Was ist eine Java-Entwicklungsumgebung?


Die Hauptaufgabe einer Java-Entwicklungsumgebung ist das Vereinfachen der Java-Programmierung. In der Programmierwelt wird eine Entwicklungsumgebung allgemein mit dem englischen Begriff IDE (Integrated Development Environment) abgekürzt.

Eine Java-Entwicklungsumgebung (Abkürzung Java-IDE) ist die Integration von verschiedenen Tools in ein Hauptprogramm, mit denen die Aufgaben der Java-Softwareentwicklung möglichst effektiv und effinzient bearbeitet werden können.

Typischerweise enthält eine Java-Entwicklungsumgebung folgende Komponenten:

  • Java-Compiler, Java-Interpreter
  • Benutzerfreundlicher und leistungsstarker Texteditor
  • Java-Laufzeitumgebung
  • Debugger, Linker, Profiler, GUI-Builder
  • Grafische Benutzeroberfläche (Hauptprogramm)

Als zusätzliche Erweiterungen sind oft weiter hilfreiche Komponenten integrierber, wie Projektmanagement, UML-Modellierung und Versionsverwaltung. Neben der Programmiersprache Java werden auch andere Sprachen unterstützt, so dass eine IDE für mehrere Programmiersprachen verwendet werden kann.

Benötige ich eine Java-Entwicklungsumgebung?

Natürlich nicht! In dem Beitrag Wie installiere ich Java 7 – Installation des JDK (Java Development Kit) wird unter Abschnitt 5 das Programmieren und Ausführen von Java-Programmen ohne IDE beschrieben.

Für größere Programme ist das Verwenden einer Java-Entwicklungsumgebung sehr zu empfehlen.

Als Laufzeitumgebung kann zwar die JRE genutzt werden und mit dem JDK kann das Java-Programm mittels Kommandozeile übersetzt und ausgeführt werden.

Jedoch ist diese Vorgehensweise äußerst mühsam und der Überblick geht bei großen Projekten leicht verloren.

Vorteile einer Java-Entwicklungsumgebung

Eine Entwicklungsumgebung unterstützt den Java-Programmierer, indem sie bspw. sich wiederholende Arbeitsabläufe vereinfacht und wichtige arbeitserleichternde Funktionen zur Verfügung stellt, wie Syntax-Highlighting, Versionsverwaltung oder Codevervollständigung.

Durch eine Entwicklungsumgebung wird der Programmierer von unnötigen, sich wiederholenden Standardaufgaben befreit und kann sich dadurch ganz auf die Programmierung selbst fokussieren und konzentrieren.

Komplexere Hilfwerkzeuge wie ein GUI-Builder, ein Tool zum Erstellen von grafischen Benutzeroberflächen, ermöglichen eine höhere Entwicklungsgeschwindigkeit und ein komfortableres Arbeiten.

Eine integrierte Entwicklungsumgebungen verbindet die vier Entwicklungswerkzeuge Editor, Compiler, Linker und Debugger miteinander. Dadurch wird aus den einzelnen Arbeitsschritten ein Gesamtentwicklungsprozess geformt. Die Steuerung erfolgt nicht mehr über die Kommandozeile, sondern mittels einer übersichtlichen grafischen Benutzeroberfläche.

Bekannte Java-Entwicklungsumgebungen

Viele Java-IDEs sind selbst in Java geschrieben. Die bekanntesten Java-Entwicklungsumgebungen zurzeit sind Eclipse von der Eclipse Foundation und NetBeans von Oracle Corporation, früher Sun Microsystems.

Beide Java-Entwicklungsumgebungen sind Open-Source-Umgebungen und erfreuen sich einer großen Nutzergemeinde.

Es gibt aber auch einige populäre kostenpflichtige Entwicklungsumgebungen, wie IntelliJ IDEA von JetBrains und JBuilder 2008 R2 von Embarcadero Technologies. Für die meisten Java-Entwickler sind aber die Open-Source-IDEs mehr als ausreichend. Dennoch sind auch die kommerziellen Java-Entwicklungsumgebungen von großer Bedeutung in speziellen Anwendungsbereichen.

Für Apple-Benutzer steht mit der Entwicklungsumgebung Xcode eine mächtige IDE zur Verfügung, die ihren Schwerpunkt auf die Programmiersprache Java legt.

Eine besondere Stellung unter den Java-IDEs nimmt die Entwicklungsumgebung BlueJ von der BlueJ Group (University of Kent) ein. Sie wurde speziell für Ausbildungszwecke konzipiert und soll die Zusammenhänge in der objektorientierten Programmierung besser vermitteln.

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